Tierzuchtexperte Dr. Hellmuth Wachtel (Wien):
"Der Mischling ist eindeutig gesünder, auch wenn dies gern bestritten wird. Dies ergibt sich schon von der populationsgenetischen Überlegung her, die auch die große Mehrzahl diesbezüglicher Studien bestätigt. Die bessere Mischlingsgesundheit ist der Hoffnungsstrahl für die Zukunft der Rassehunde, wenn die entsprechenden Lehren gezogen werden!"

 
 
 
 
 
 
 

Kleines Mopshundevokabular

Immer wieder werden in der Mopsszene viele verschiedene Mopshunde erwähnt und manchem Neuling schwirrt der Kopf. Deswegen wollen wir an dieser Stelle die verschiedenen Begriffe aufgreifen und kurz beleuchten.

Der Mops
Dieser Hund entstand etwa schon 1000 Jahre vor Christus in China.
Eunuchen züchteten damals kleine stumpfschnäuzige Hunde, die als Lo-Sze, Lo-Chiang-Sze, Fu oder Pia-Hund bezeichnet wurden.
Die ersten Hunde kamen etwa um 1425 nach Europa, wie eine Zeichnung von Pisanello dokumentiert. Eine Hochzeit hatte der Kleine im 17. Jahrhundert, wo er als Wahrzeichen der Freimaurer galt. In der Biedermeierzeit erlebte er dann beinah seinen Untergang.
Im 19. Jahrhundert belebte man in England seine Zucht neu.
Wer ausführlicher dazu lesen möchte, klickt hier: http://www.retro-mops.de/geschichtedesmopses.htm

Der Standardmops
Während man davon ausgehen kann, dass der echte Mops früher Tage in vielen verschiedenen Farbschlägen existierte und sehr viel variabler von Gestalt war(zeitgenössische Darstellungen dokumentieren dies eindeutig), wird er als Standardmops heute hierzulande nur mehr in den Farbschlägen Beige und Schwarz und zugleich in einer recht extremen körperlichen Zuchtform akzeptiert und gezüchtet. Dies ist nichts anderem als der reinen Auswahl auf Showerfolge geschuldet.
Leider geriet der Standardmops deswegen mehr und mehr in den Verdacht mit zu den Qualzuchtrassen gezählt werden zu müssen.
Mehr Infos dazu hier: http://www.kleintierklinik.uni-leipzig.de/BZS/

Der Farbmops
Seit einiger Zeit hört man von der Bemühung dem Mops seine ursprünglichen Farbvariationen wiederzugeben.
Hierbei wehren sich interessierte Züchter gegen den vor etwa 140 Jahren in England festgelegten Farbstandard der Möpse.
Sie kämpfen dafür, im Mops enthaltene genetische Veranlagungen außer den Farbschlägen Beige und Schwarz wieder salonfähig zu machen.
Ein Beispiel dafür ist der Brindlemops.
Eine weitere informative Seite:
http://www.mopsnet.com/mopsfarben-vorwort.htm 

Der Altdeutsche Mops
Der "Originale Altdeutsche" entstand - wie der Name schon sagt - in Deutschland. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden, um die Rasse am Leben zu halten, Pinscher in den Mopsbestand eingekreuzt. Es handelte sich also NICHT um einen rassereinen Mops.  Das Ergebnis waren Mopshunde mit strafferem Bindegewebe, wieder weniger extremen Körperformen und schönen klaren Aalstrichen.
Diese pinscherbeeinflussten Mopshunde wurden damals als ganz normale Möpse eingetragen und gerichtet und wegen ihres erkennbar "sportlicheren" Aussehens als "altdeutsche Möpse" bezeichnet.
Leider wurden diese Hunde in der reinen Showzucht weitgehend wieder aus der Zucht verdrängt, weil sie den gefragten extrem kindlich-runden Formen der Show nicht entsprachen.

Der Retro-Mops
Der Retro entstand ebenfalls in Deutschland, weil einige wenige Anhänger der Rasse Mops den Beweis antreten wollten, dass der Standardmops auch dieser Tage wieder durch Fremdeinzucht und anschließender Rückzucht auf den Mops in kürzester Zeit aus dem mittlerweile in vielen Fällen quälenden Extrem des Standards geführt werden könnte, ohne seine mopstypischen Eigenschaften einzubüßen.
Bisher wurden hierzu Parson Jack Russell Terrier verwendet, aber auch Einzuchten anderer passender Rassen wie dem Pinscher werden nicht ausgeschlossen.
Alle Farben der frühen Mopszucht sollen dabei wieder anerkannt werden und auch das Exterieur wird wieder breiter gefächert anerkannt - weil Genvielfalt dies logischerweise mit sich bringt.
Den Showerfolgen der aktuellen Standard-Championatszuchten wird ausdrücklich entsagt.
Die Retro-Mopszüchter überlassen es den Tierärzten im Gesundheitsbereich die Hunde für zuchttauglich zu erklären und den Mopsliebhabern, welchen Mopstypus sie für sich persönlich als "schön" empfinden - alles natürlich im Rahmen eines deutlich gemäßigten Standards und geregelten Verhältnissen in der Zucht und Aufzucht.
Mehr Infos zum Retro-Mops finden Sie hier: http://www.retro-mops.de/Zuechterkreis.htm

 
 

 
 
 
 
Gisa Kleinschmidt + Tel. 02392/8053055 + kleinschmidt-family@t-online.de
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