|
Wie vielleicht
nicht jeder weiß, funktioniert die Atmung der Möpse wie die der
Menschen über Unterdruck.
Das heißt, die Luft
wird über einen Unterdruck im Brustkorb in die Lungen gezogen.
Sind die
Nasenlöcher normal rund und weit, so ist diese Funktion mühelos und
es kann mit jedem Atemzug genug Sauerstoff eingeholt werden.
Sind die
Nasenlöcher jedoch verengt oder wie bei vielen Möpsen zu Schlitzen
geworden, kann die Luft nicht so schnell einströmen, wie der
Unterdruck es erforderlich macht.
Da ein Hund ein
Nasenatmer ist, der nur im äußersten Notfall durch die Schnauze
atmet, entsteht so ein erhöhter Unterdruck, welcher dramatische
Folgen für das empfindliche Gewebe des gesamten Atemtraktes hat:
Das Gaumensegel
kann zusätzlich ausleiern, die Mandeln können mit jedem Atemzug
wieder ins Lumen des Atemtraktes gezogen und so gereizt werden, der
Kehlkopf kann instabil werden und zusammenklappen, die vorgefallenen
Stimmtaschen und / oder verdickte Schleimhaut die Stimmritze
einengen, die Luftröhre kann kollabieren.
Spätere Folgen der
erschwerten Sauerstoffzufuhr sind, dass das Herz wesentlich mehr
arbeiten muss, um den Körper und seine Organe durch vermehrtes
Pumpen trotzdem mit genügend Sauerstoff zu versorgen.
Dies führt zu einer
ständig erhöhten Temperatur (Hyperthermie), was besonders bei
höheren Außentemperaturen gefährlich sein kann – erkennbar an dem
schweren und lange anhaltenden Hecheln der betroffenen Hunde.
Durch die ständige
Überbeanspruchung des Herzens kann es auch am Herzen selbst zu
Veränderungen kommen, welche zunächst schneller zu
Erschöpfungszuständen führen, später aber auch jeder Zeit mit dem
plötzlichen Herztod einhergehen können.
Weiter kann es
durch forcierte Maulatmung zu gehäuften Infektionen der Atemwege
kommen, da die Atemluft so weit weniger angewärmt und gesäubert
wird.
Deswegen ist es für
unsere Möpse so immens wichtig, ihnen möglichst schnell und
möglichst zuverlässig eine funktionable Statur zurückzugeben.
Hier dazu
beispielhaft zwei junge Retro-Möpse aus der Zucht „vom Bromberg“:
|