Der Mops im Elfenwald

Kennt Ihr die Geschichte von den Möpsen im Elfenwald? Nein???
Dann lasst mich berichten von längst vergangner Zeit, als vor vielen vielen Jahren die Möpse auf ihrer Wanderschaft in Richtung Europa durch einen ziemlich urtümlichen Wald wanderten...

Da waren also ein beiger und ein schwarzer Mops. Die stiefelten fröhlich vor sich hin und dachten nach, ob sie zu Abend lieber Wachteleier oder Hasenpralinen naschen sollten - oder vielleicht beides?? - und die vielen seltsamen Bäume, Geräusche und Schattenspiele fielen ihnen deswegen gar nicht auf.

Jedes andere Wesen hätte es dort unheimlich gefunden, nicht so unsere wackeren Möpse.
Sie summten vor sich hin und hüpften ab und zu im Wechselschritt über eine Baumwurzel. Das Leben war wunderbar - ein einziger Spaß! Sie zwinkerten sich vergnügt gegenseitig zu.

Doch plötzlich drang ein Knurren und helles Hilferufen an ihre Sammetöhrchen und gleich waren der Held und der edle Ritter in ihnen wach.
Was denn, wo denn, wer denn???? schwirrte es in ihren kleinen, damals noch nicht ganz so runden Köpfen und alle Sinne schärften sich.

Da! Nicht um sonst hatte man sie mit zur Jagd geführt. Ihre Nasen, die damals noch ein ganzes Stück länger waren, witterten Raubzeug! Und sie witterten den süßlichen Geruch von Panik. Unbeirrt gallopierten sie also wie kleine andalusische Kampfstiere den Geschehnissen entgegen. Da brauchte jemand Hilfe!

Und plötzlich sahen sie mit ihren damals noch normalgroßen Augen, was vor sich ging.
Eine große, übelgelaunte Waldkatze tobte vor Wut. Sie versuchte vergeblich ein schmetterlingszartes Wesen zu erwischen, welches sich geschickt zwischen einigen Wurzeln einen Unterschlupf erhascht hatte.
Das kleine Wesen war umgeben von einem hellen Licht und es schien in seiner Aufregung abertausende kleiner Sternchen zu versprühen...

Wieder und wieder stürzte die Katze sich auf das notdürftige Versteck und jedem war klar, dass die Wurzeln den wütenden Attacken nicht mehr lange standhalten würden.
"Hört mich denn niemand? So helft mir doch! Oh jeh - ich bin des Todes... Zu Hilfe, zu Hilfe!" so rief in ihrer Verzweiflung die kleine Elfe, die eigentlich nur noch etwas Blütenstaub für einen Heiltrunk hatte sammeln wollen und dabei die große Katze nicht bemerkt hatte.

Unsere beiden Möpse schauten sich an, zwinkerten sich zu und schlichen näher. Als sie direkt hinter der Katze standen, hoben sie dass schrecklichste, lauteste und tiefste Gebell an, dessen sie mächtig waren. Dabei fletschten sie ihre Zähne (ja - das konnten die Möpse damals noch tun!) und die Katze, die nun erschrocken selber dachte, ihr letztes Stündlein hätte geschlagen, stob überrumpelt in riesigen Sätzen davon.

Da lachten die Mopsbrüder aus vollem Halse und schlugen sich gegenseitig die Pfoten auf die Schultern. Für solche Späße waren sie schon immer sehr zu haben gewesen!
Die kleine Elfe kletterte indes mühsam mit zitternden Knien aus ihrem Versteck und musste sich erstmal hinsetzen, so fix und fertig war sie von all der Angst und der Aufregung!

Das tat unseren Mopshelden so leid, dass sie sich anboten, die kleine, immer noch aufgeregt leuchtende Person nach Hause zu geleiten. Sie bestanden sogar darauf, das kleine Wesen abwechselnd auf ihren breiten, damals noch längeren Rücken zu tragen.

So kamen sie zu einem gut versteckten Ort im Wald, wo das Elfendörfchen schon sehr besorgt auf die Kleine wartete.
Jubel hob an, als man das Trio erblickte und bei einem ordentlichen Happen mussten die Möpse und der kleine Unglückswurm alles nochmal haargenau berichten.

Am nächsten Tag zogen unsere kleinen Helden ausgeruht weiter und wie wir alle wissen, sind sie tatsächlich später in Europa angekommen.
Wer genau hinsieht, kann übrigens bis zum heutigen Tage sehen, dass die kleine Elfe wahrlich auf den Möpsen geritten ist...

Ja,ja - schaut nur mal genau hin!
Die beigen Möpse haben hinter den Schultern helle Stellen - genau da, wo die Elfe einst auf ihnen saß.
Und bei einigen schwarzen Möpsen sieht man bis zum heutigen Tage den funkensprühenden Goldschimmer, der die kleinen Elfen stets umgibt und den unsere Elfe im Fell des schwarzen Mopses verteilte als er sie auf seinem Rücken trug.

Geht nur und schaut nach!
 

 

 

Mögen Sie Märchen?

 


Dann habe ich hier noch etwas für Sie:

 
klick



Winterland ist ein Fantasyroman für Kinder bis 99!

Ich habe es kaum weglegen können, weil es so mitreißend geschrieben ist.

Man kann es meiner Ansicht nach auch schon jüngeren Kindern vorlesen und dabei kann man es in abgeschlossenen Episoden wunderbar einteilen.
  
Die Geschichte von Lars hat alles, was ein gutes Märchen braucht, um zum Klassiker zu werden: es ist facettenreich, spannend und tiefgründig. Dabei ist es von einer Leichtigkeit getragen, die Lust auf mehr macht...
  
Wer das Buch einmal in den Händen hielt, wird es immer wieder hervorholen und darin lesen!
  
Ich kann mir gut vorstellen, dass Winterland demnächst in vielen Familien traditionell in der Vorweihnachtszeit gelesen und vorgelesen wird.
  
Mein Urteil: Sehr empfehlenswert!


 
 
 
 
 
Gisa Kleinschmidt + Tel. 02392/8053055 + kleinschmidt-family@t-online.de
Breslauer Str. 22 + 58809 Neuenrade

Es ist strikt untersagt, Bilder und Texte etc. von dieser Homepage zu kopieren, abzuspeichern bzw. sonst in irgendeiner Weise zu verwenden.