Ein neuer Weg: Der Retro-Mops

Ein Mops mit neuer Lebensqualität:
Kleinere Augen, die nicht quellen.
Eine Hundeschnauze, die das Atmen leicht macht und Platz für die weichen
Teile wie Gaumen und Zunge bietet.
Eine kleinere Nasenfalte, die weder die Atmung noch die Augen behindert.
Ein Mops, der wieder guten Gewissens mit bei Spiel und Sport dabei sein kann.
 
 
Seit vielen Jahren schauen wir auf den Mops. Er ist unsere besondere Liebhaberei und wir verbringen viel Zeit mit diesen wunderbaren Hunden.
Leider ist es so, dass der Mops über eine Menge großer und kleiner Leiden zu klagen hat, wenngleich er sie geduldig erträgt.

Der Ausspruch einer Mopsbesitzerin, dass "es schon ein Kreuz ist, mit der Gesundheit der Möpse - man aber doch auf keinen Fall ohne Möpse auskommen könne", scheint die Situation recht genau zu beschreiben.

Der Versuch, primär auf Gesundheit züchten zu wollen und dabei teilweise Hunde einzusetzen, die wegen ihrer drahtigeren Gestalt nicht dem Standard (und somit einem Schönheitsideal?) entsprechen, brachte erste Verbesserungen, aber ein wirklicher Durchbruch scheint nicht in Sicht.

Oft lässt uns der Mops mittlerweile förmlich an ein Unfallopfer denken, welches es gewissermaßen schon notfallmäßig zu versorgen gilt. Das meint, wenn auch etliches im Argen liegt, so muss man zunächst dringend die Maßnahmen der unmittelbaren Lebensverbesserung ergreifen.

Das größte Problem bei dieser Rasse ist die übertriebene Brachycephalie. Die Rundköpfigkeit führt zu einem ganzen Bündel von Gesundheitsproblemen, die es strikt und vorrangig zu bekämpfen gilt.

Leider ist der Mops in der Zucht mittlerweile so vereinheitlicht, dass eine Zucht auf verlängerte Kieferformen nicht mehr Erfolg versprechend erscheint. Die genetische Selektion auf Kurzschnäuzigkeit war da in der Vergangenheit zu gründlich.

Des weiteren wären kleinere Augen mit normalen Lidspalten mehr als wünschenswert.

Ein längerer Rücken und Hals würden eine bessere Beweglichkeit ausmachen und befähigte den Hund, sich selber komplett zu pflegen. Man denke hierbei an die Hündin, die sich in der Läufigkeit und auch nach der Geburt putzen können muss.

Eine bessere Immunsituation angesichts des allgemeinen Gesundheitszustandes der Tiere wäre zu wünschen.
Die schwächliche Abwehrlage kann unserer Meinung nach genau wie die zunehmend auftretenden Gelenkprobleme als ein Indiz des Fitnessverlustes durch genetische Verarmung angesehen werden.

Was kann man tun?

Geschehen muss also etwas. Aber was?
Aus sich selbst heraus wird sich die Rasse unserer Überzeugung nach nicht wieder erholen können.

Die geschlossenen Zuchtbücher lassen eine genetische Erweiterung durch einen Hund anderer Rasse nicht zu. Andererseits ist es aber ein Faktum, dass unsere Hunde unter diesen Voraussetzungen genetisch verarmen, da so keine neuen Genvariationen mehr eingebracht werden können.

Bevor die Zuchtbücher jedoch (völlig willkürlich im Zustand der damaligen Unwissenheit um genetische Grundlagen, die uns heute vorliegen) geschlossen wurden, waren Auszuchten zugunsten der Rassehunde gang und gebe. Die Hunde waren deswegen von wesentlich besserer Gesundheit.

Was ist "reinrassig"?

Bei Tieren und Pflanzen trifft man auf sogenannte "reine Rassen", die als biologische Züchtungen durch sogenannte Rassestandards das genaue Aussehen und Wesen eines Tieres oder einer Pflanze beschreiben.
"Jede Rasse hat ihren Standard - entspricht ein Hund diesem Standard, wird er als reinrassig bezeichnet."
"Ein Rasse-Standard wird so erstellt, dass er optimal die für diese Rasse gesündeste und ihrem Wesen und Verwendungszweck am ehesten entsprechenden Eigenschaften fordert."

Die Tiere sollen also den definierten Eigenschaften des Zuchtideals entsprechen.
Fraglich scheint angesichts des Zustandes verschiedener Rassen, ob die Zuchtideale tatsächlich auch die Forderung nach Gesundheit und körperlicher Unversehrtheit beinhalten.
Die Gefahr liegt in den Überzüchtungen auf Schönheitsideale der Wohlstandsgesellschaft, die zu solchen Effekten, wie der Genverarmung und krankmachenden Übertypisierung führen.

Innovation heißt "Erneuerung" - Retro heißt "zurück" !

Die Forderung muss also heißen: Zurück zu den ebenso simplen, wie vernünftigen Auszuchtmaßnahmen der ursprünglichen Hundezucht, um zu einer Erneuerung kommen zu können!

Das Einbringen eines gesunden Vertreters einer passenden fremden Rasse und anschließende Verdrängungszucht zurück auf die eigene Rasse macht es uns möglich, zum genetisch reicheren und somit gesünderen Mops zurückzukehren.

Zurück zu einem Mops, wie ihn zum Beispiel Wilhelm Busch in "Plisch und Plumm" noch darstellt und wie man ihn auf alten Bildern  - man denke nur an den Mops des Malers Hogarth - bewundern kann.

Warum sollten wir es nicht wagen? Warum sollten wir nicht die Weisheit der alten Züchter zugunsten unserer geliebten Hunde nutzen?
Weil danach ein schrecklicher Irrtum manifestiert wurde, an dem unsere Hunde heute zu leiden haben?

"Nichts ist einer neuen Wahrheit abträglicher als ein alter Irrtum."

 
 
 
 
Gisa Kleinschmidt + Tel. 02392/8053055 + kleinschmidt-family@t-online.de
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