Bereits etwa tausend Jahre vor Christus züchtete man in China schon mopsähnliche kleine Hunde. Man nannte sie "Lo-chiang-Sze", auch "Fu" oder "Lo Sze", so wie "Pia-Hund".
Die Zucht am Kaiserhof wurde vor allem von Eunuchen und Hofbeamten betrieben.

Damals wurden die Möpse sogar auch zur Jagd verwendet, waren hochbeiniger als heute. Auch bei den Reiterheeren des Dschingis Khan sollen Möpse dabei gewesen sein.
Aus all den Weisen über seine Einfuhr nach Europa, lässt sich anhand einer Zeichnung von Pisanello das Jahr der Einsiedlung mit 1425 mit großer Sicherheit angeben.
 
Über die Seidenstraße oder mit den Schiffen der East Indian Company führte sein Weg in den Westen.
Die ersten Möpse kamen wohl als Gastgeschenke an den Zarenhof und in das Königshaus der Niederlande. Für die Oranier wurde er zum Maskottchen, denn der Mops "Pompey" soll Prinz Willem von Oranje (1533- 1584) das Leben gerettet haben. Er bellte lautstark warnend als man seinen Herrn ermorden wollte.

Im italienischen Volkstheater der „Commedia dell'àrte” (16. Jahrhundert) begleitete er den "Arlecchino". Verkleidet und mit Glöckchen am Hals machte er seine Kunststücke.
In Italien nennt man den Mops darum nach einem berühmten Arlecchino Carlino. Frankreich nennt ihn Carlin. Die Deutschen und die Niederländer sagen Mops und die Spanier rufen ihn Doguillo.



   




Durch die China-Mode des 17. Jahrhunderts entbrannte ein regelrechter Mopsboom in den Adelskreisen Europas.
Der so genannte Mopsorden wurde 1738 gegründet, als Papst Clemens per Dekret die Freimaurerei durch Exkommunikation verbat. Der Mops wurde zum Symbol des Ordens.

Im Biedermeier ging es mit dem Image der Rasse rapide bergab. Was von der Rasse Mops übrig blieb, musste auf dem Schoß ältlicher Jungfrauen dahindösen ...
Möpse wurden immer seltener.

In England wurden dann gegen Ende des 19. Jahrhunderts zwei wesentliche Linien neu aufgebaut: Die "Willoughby-Linie" aus zwei russischen Möpsen - hochbeinig und stark pigmentiert, mit stärkerer Faltenbildung und deutlichem Aalstrich.
Die "Morrison-Linie" aus einem Mopspaar, welches warme, gelbe Farbe und massive Knochen gezeigt haben sollen.

Der Marquis of Wellesley brachte ein Paar aus China mit, wo britische Truppen 1860 den Kaiserpalast erobert hatten. Diese zeigten bei großer Ähnlichkeit miteinander einen eher langen Rücken und verhältnismäßig kurze Läufe.
 
Zwei schwarze Möpse importierte Lady Brassey 1877/78 aus China. Diese "schwarzen" Möpse der Lady fielen durch sehr viel Weiß im Fell auf.

Hier kann man einen Mops mit weißen Abzeichen auf einer alten Darstellung sehen - so in etwa muss man sich die "schwarzen Möpse" der Lady Brassey vorstellen. Man nannte diese Abzeichen damals "The mark of China".

Nach dem zweiten Weltkrieg war der Mopsbestand in Deutschland stark von den Einzuchten der Kurzhaarpinscher beeinflusst, weil man dringend einer Vitalisierung des Mopses bedurfte.
Die Möpse, die aus diesen Kreuzungen hervorgingen, hatten ein strafferes Fell mit einem prächtigen Aalstrich, waren hochbeiniger und weniger brachycephal.

Diese Hunde wurden als "Altdeutsche Möpse" bezeichnet und man kann diesen Typ - wenn auch leider nur in viel zu geringem Maße - bis heute hier und da vage wieder erkennen.
Bedauerlicherweise wurde dieser Mopsschlag über Zuchtauswahl gründlichst aus dem Mopsbestand eliminiert.
 

Die Abbildungen auf dieser Seite zeigen Möpse wie sie von 1600 bis 1900 von den Künstlern dargestellt wurden.
Quellenhinweis zu den Bildern: http://members.tripod.com/~colt-ashlynn/HSTRY.htm
Der Mops, Christina A. Veldhuis
 
 
 
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